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Amok in Winnenden. Berufsverband für Soziale Arbeit: Schnelle Lösungen gibt es nicht |
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Aus Sicht des Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) gibt es nach dem Amoklauf keine schnellen Antworten: „Wir sind es den Opfern schuldig, Ruhe einkehren zu lassen und Raum für Trauer und Begreifen des Schrecklichen zu geben", so die 2. Vorsitzende des DBSH, Gabriele Stark-Angermeier. „Verletzte, Angehörige und Helfer brauchen langfristig gesicherte professionelle Hilfe und Unterstützung bei der Verarbeitung des Erlebten. Soziale Arbeit kann dabei Hilfe bieten." Zum menschlichen Leben gehören auch Unglücke, Tot und Trauer, ohne das man letztendlich das „Warum" und „Was wäre wenn" erklären zu können.
Diskutiert wird auch über die Gefahren von Internet und Computerspielen. Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen der Nutzung dieser Medien und solchen Taten. Aus Sicht des DBSH sind aber weder Internet-Kommunikation noch Computerspiele verantwortlich für ein solches Geschehen. Vielmehr erlauben sie - oftmals verbunden mit der Entwicklung einer Suchtstruktur - das Abtauchen in „virtuelle Parallelwelten". Auf der einen Seite Unauffälligkeit, auf der anderen Seite Selbstüberschätzung und die Inszenierung einer Identität, die im realen Leben immer wieder enttäuscht wird. Solche Phänomene finden sich jedoch nicht nur im Internet, auch der Zulauf zu rechtsradikalen oder anderen gewaltbereiten Gruppen verspricht solche Parallelwelten. Zu klären ist, wie es dazu kommt, dass junge, fast immer männliche Menschen in solche Welten „abtauchen". Die Ursachen hierfür können sehr vielfältig sein: psychische Krankheiten, empfundene Minderwertigkeit, Isolation, Schwierigkeiten im Kontaktverhalten, usw. Fest steht nach Winnenden aber eines, so der DBSH: Keine noch so gute Schule kann eine solche Entwicklung mit Sicherheit erkennen. Die Schule hat einem feststehenden Bildungsauftrag zu folgen, im Mittelpunkt stehen Unterricht und Wissensvermittlung. Allerdings wird auch deutlich, dass es in der Schule einer größeren Achtsamkeit gegenüber allen Kindern und Jugendlichen bedarf, psychische Probleme belasten nicht nur die auffälligen Schüler aus sozial benachteiligten Elternhäusern. Gleichwohl bleibt Schule ist für Jugendliche lediglich ein - wenn auch zentraler - Ort, wie etwa auch Familie und Freizeit. Schule kann daher auch nicht Auffangbecken für alle Lebensbereiche sein. Auch eine andere Entwicklung betrachtet der Verband mit Sorge: Der DBSH sieht diese Überlegungen nicht als Lösung des Problems. |
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13. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag der AGJ in Essen |
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Der diesjährige Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag unter dem Motto „Gerechtes Aufwachsen ermöglichen“ fand vom 18. bis 20. Juni 2008 in
Essen statt. Die AGJ war erstmalig mit einem Kinder- und Jugendhilfetag in der Metropole Ruhrgebiet zu Gast.Rückblickend auf die bisherigen Kinder- und Jugendhilfetage wurde deutlich, dass bei der Themenauswahl und der Mottos stets der Puls der Zeit getroffen wurde. So wurden auch in diesem Jahr die jeweiligen gesellschaftspolitischen und jugendpolitischen Herausforderungen und Fragen ihrer Zeit für Kinder- und Jugendhilfe sowie für die Gesellschaft thematisiert. Die Themenschwerpunkte im Kontext vom diesjährigen Motto waren Bildung-Integration-Teilhabe, die dieses unterstrichen.Durch zahlreiche Stände und verschiedene Projektpräsentationen, Fachforen und Workshops wurde das Gesamtspektrum der Kinder- und Jugendhilfe abgedeckt. Auch Frank Mattioli-Danker (Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit und Mitglied im AGJ - Fachausschuss „Qualifizierung, Forschung Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe“) nahm an verschiedenen Workshop als Redner teil, wie zum Beispiel mit Bodo Rudolph (Jugendamt Landkreis Potsdam-Mittelmarkt und AGJ-Kollege) zum Thema „Leistungsorientierte Bezahlung in der Kinder- und Jugendhilfe“ und informierte über erste Erfahrungen mit anschaulichen, praxisnahen Beispielen.Fazit ist, je größer ein Unternehmen, desto schwieriger die Umsetzung, wobei die Durchführung bei den freien Trägern eher noch die Ausnahme ist. Festgestellt wurde aber auch, dass durch Leistungsorientierte Bezahlung die Wirksamkeit der sozialen Arbeit verbessert werden kann und ein erster Grundstein für den Entstehungsprozess gelegt wurde.Des Weiteren war der DBSH an folgende Veranstaltungen beteiligt und mitwirkend:
Autor:
Christian Vakonic Dipl.Sozialpädagoge |
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| DBSH gratuliert zum 15jährigen Bestehen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Praxisämter/-referate an Hochschulen für Soziale Arbeit |
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DBSH positioniert sich zur Umstrukturierung der Ausbildungslandschaft und In seiner Funktion als Vorsitzender der Bundesausbildungskommission des DBSH (Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.) überbrachte Frank Mattioli-Danker, Bundesvorstandsmitglied und Landesvorsitzender des DBSH-Niedersachsen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Praxisämter/-referate an Hochschulen für Soziale Arbeit die herzlichsten Glückwünsche zu deren 15jährigen Bestehen. Darüber hinaus stellte er im Rahmen der Öffentlichen Fachtagung im November 2007 in Köln die aktuelle Position des DBSH zur gegenwärtigen Umstrukturierung der Ausbildungslandschaft – Einführung gestufter Bachelor- und Masterstudiengänge – im Spannungsfeld zwischen den Ansprüchen, Erwartungen und Forderungen von Hochschulen und Praxisvertretern dar. Direkt von den Gewerkschaftstagen des dbb aus Berlin kommend, konnte Mattioli-Danker einleitend mit Stolz verkünden, dass der Antrag des DBSH, „Erhalt der Staatlichen Anerkennung als eigenständiger Qualifizierungsbereich“ in Verbindung mit direkter Eingruppierung in E10 TVöD [Dargestellt wurden anhand der Entgelttabelle des TVöD [gültig ab 01.10.2005 (vgl. hierzu http://www.tarifunion.dbb.de)] die Verdienstmöglichkeiten, die sich aus dieser Novellierung für Angestelltenverhältnisse ohne (=E9) und mit Staatlicher Anerkennung (=E10) ergäben.] im Anschluss an den Erwerb der staatlichen Anerkennung durch Beschlussfassung der Delegierten angenommen wurde und somit die gemeinsame Position von DBSH und dbb in den kommenden Jahren darstellen wird. „Der DBSH begrüßt und unterstützt die Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master“, unterstrich Mattioli-Danker in seinen Ausführungen, „nicht zuletzt, um die internationale Vergleichbarkeit des Studiengangs Sozialer Arbeit zu forcieren.“ Auch bzgl. der Frage nach grundsätzlichen Kriterien der Akkreditierung von Studiengängen, bezog der Mattioli-Danker Stellung: Durch die Bereitstellung so genannter „Schlüsselkompetenzen“ leiste der DBSH einen wesentlichen Beitrag zur Formulierung von Standards von Studiengängen, die generalisiert (ein Titel für das Studium Sozialer Arbeit) sein sollten, um der durch eine mögliche Aufsplittung in verschiedene Studiengänge und/oder –schwerpunkte gegebenen Gefahr der Entwertung des bzw. der Bachelor-Studiengänge (verschiedene Bachelor-Abschlüsse für einzelne Felder Sozialer Arbeit) entgegen zu wirken. Laut DBSH sollen die „Schlüsselkompetenzen“ die tragenden Säulen oder modulähnlichen Inhalte eines generalisierten Bachelor-Studienganges (und somit auch Maßstab vorheriger Akkreditierungen, um eben diesen Standard zu schaffen) sein, von denen es dann einzelne in einem weiterführenden, spezialisierenden Master-Studiengang zu vertiefen gilt [In diesem Zusammenhang steht ebenso die Position des DBSH, die „Schlüsselkompetenzen“ auch als qualitative Grundlage für die Bewertung von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu nutzen.]: Neben der so gebotenen Möglichkeit, die seitens des DBSH entwickelten „Schlüsselkompetenzen“ als standardisierende Bewertungsgrundlage von Studiengängen zu nutzen, beschreiben sie die besondere Kompetenz der Fachkräfte der Profession Soziale Arbeit, bieten Studierenden eine Grundlage bei der Wahl ihres Studiengangs und definieren den Kern Sozialer Arbeit. |
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Frank Mattioli-Danker Vorsitzender der Bundesausbildungskommission des DBSH Sozialwissenschaftler (MA) Dipl.-Sozialpädagoge (BA) |
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Essen statt. Die AGJ war erstmalig mit einem Kinder- und Jugendhilfetag in der Metropole Ruhrgebiet zu Gast.Rückblickend auf die bisherigen Kinder- und Jugendhilfetage wurde deutlich, dass bei der Themenauswahl und der Mottos stets der Puls der Zeit getroffen wurde. So wurden auch in diesem Jahr die jeweiligen gesellschaftspolitischen und jugendpolitischen Herausforderungen und Fragen ihrer Zeit für Kinder- und Jugendhilfe sowie für die Gesellschaft thematisiert.
Redner teil, wie zum Beispiel mit Bodo Rudolph 
